Effizientes Warehousing aus einer Hand

Effizientes Warehousing aus einer Hand

Die V.L.H. GmbH, die zugehörig zur Schroeder Group ist, bietet den kompletten Service rund um nationale und internationale Logistik sowie Lagerlogistik an. Seit letztem Jahr arbeitet das Logistik-Unternehmen mit dem Warehouse Management System storelogix. Wir waren mit Jan-André Pieper, Board of Management BU Supply Chain und BU Warehousing der Schroeder Group und Management Director der V.L.H. GmbH, im Gespräch, haben über die bisherige Partnerschaft gesprochen und einen Blick auf allgemeine und zukünftige Entwicklungen im Warehousing geworfen.

Redaktion: Stellen Sie doch kurz Ihr Unternehmen, die Schroeder Group und die dazu gehörige V.L.H. GmbH, vor.

Jan-André Pieper: Die Schroeder Group steht – wie es auch unser Slogan sagt – für professionelle Logistik. Als kompetenter Partner der nationalen und internationalen verladenden Wirtschaft bedienen wir täglich den europäischen Markt. Dabei ermöglichen wir unseren Kunden eine effiziente, leistungsstarke, einfache und absolut zuverlässige Logistiklösung.

Für uns ist es wichtig, das größtmögliche Spektrum an Dienstleistungen mit wenigen Ansprechpartnern und schnellen Reaktionszeiten jederzeit zur Verfügung zu stellen, damit sich unsere Kunden auf ihr Geschäft konzentrieren können. Durch unser breites Portfolio können wir neben nationalen und internationalen Landverkehren auch branchenübergreifende Lösungen, wie z.B. Paletten, Schüttgut und Schifffahrttransporte anbieten. Dementsprechend haben wir auch unsere vier Business Units ausgerichtet: Supply Chain, FTL/LTL, Bulk sowie Warehousing.

Die V.L.H. GmbH bietet nationalen und internationalen Logistik- und Expressverkehr mit direkter Lagerlogistik. An den Standorten Isernhagen und Greven werden die Logistik, das Warehousing und der Versand für Start-ups, mittelständische Unternehmen und Konzerne abgewickelt.

Redaktion: Angefangen 1955 als Schroeder Transporte hat sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt, ist gewachsen und umfasst heute als Schroeder Group mehrere Unternehmen, darunter die V.L.H. GmbH. Was macht den Erfolg des Unternehmens aus? Wodurch unterscheiden Sie sich von anderen Anbietern?

Jan-André Pieper: Wir sind als Unternehmensgruppe qualitativ und quantitativ in den entsprechenden Business Units Supply Chain, FTL/LTL, Bulk sowie Warehousing aufgestellt und bieten somit unseren Kunden die komplette logistische Klaviatur entlang ihrer Wertschöpfungskette.

Zudem ist unsere oberste Maxime, kundenorientiert zu arbeiten. Wir gehen sehr stark auf die individuellen Anforderungen unserer Kunden ein und bieten ihnen ganz konkrete Mehrwerte an. Wir stellen uns immer die Frage, wie können wir bestehende Herausforderungen und Prozesse nutzen und potenziell neu denken. Und das tragen wir auch proaktiv an unsere Kunden heran. Denn unser Ziel ist es außerdem, bei gegenwärtigen Partnerschaften eine gemeinsame, noch bessere zukünftige Möglichkeit zu entwickeln, die nachhaltig ist. Und das Konzept geht auf.

Redaktion: Ihr Kundenstamm ist sehr unterschiedlich. Zudem ist bei Ihnen als Fulfillment-Dienstleister klar, dass Sie je nach Mandanten andere Warengruppen oder unterschiedliche Lagereinheiten abwickeln müssen. Also genau diese Individualität je Kunde, die Sie erwähnt haben, ist wichtig. Was bedeutet das konkret für Ihre Lagerverwaltung? Welche Anforderungen an ein WMS sind hier besonders wichtig?

Jan-André Pieper: Wir müssen bei der Vielzahl an Aufgabenstellungen im Bereich der Lagerverwaltung ganz individuell auf unsere Kunden reagieren und schlussendlich agieren können. Mit dem Ziel, dass wir die Prozessrädchen so reibungslos ineinandergreifen lassen und die bestmögliche Lösung für beide Seiten zur Verfügung stellen. Denn nicht jeder Kunde tritt mit den gleichen Vorgaben an uns heran. Flexibilität ist dabei enorm wichtig. Eine Einlagerung ist nicht nur eine Einlagerung oder eine Kommissionierung nicht nur eine Kommissionierung. Jeder Mandant hat einen eigenen individuellen Prozess. Und das setzen wir entsprechend mit storelogix um.

Vor allem, da wir uns effizientes Warehousing aus einer Hand auf unsere Fahne geschrieben haben. Hierfür kreieren wir zusammen gemeinsame Lösungen und bieten ganz klare Verbesserungspotenziale an, die schlussendlich in eine bestmögliche Wertsteigerung münden. Dazu gehört auch, dass wir unterschiedliche Systeme – ob ERP-Systeme, Shop-Systeme wie Shopify oder Logistikplattformen wie everstox – anbinden können und diese effizient ineinandergreifen.

Redaktion: Erzählen Sie doch kurz, wie damals die Ausgangssituation bei der Suche nach einem WMS war. Wie haben Sie festgestellt, dass Sie ein Lagerverwaltungssystem wie storelogix benötigen und wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?

Jan-André Pieper: Warehousing per se ist uns nicht ganz fremd. Von daher hatten wir ganz konkrete Vorstellungen und haben für die Suche nach einem WMS eine umfassende Checkliste erstellt. Wir brauchten eine Lösung, die schnell implementiert werden kann und maximale Flexibilität in den Prozessen bietet. Wodurch wir darauf aufbauend eine Skalierbarkeit für uns und unsere Kunden herstellen können.

Zur Erklärung: Wenn ich einen Prozess mit einer Fehleranfälligkeit von 3% habe, wird die Häufigkeit dieses Fehlers bei Wachstum hoch relevant. Das heißt im Umkehrschluss, ein Prozess kann erst adäquat skaliert werden, wenn dieser absolut fehlerfrei funktioniert. Nur dann ergibt es Sinn, dass potenziell ins Unermessliche skaliert werden kann. Das ist für uns im Fulfillment und in unseren logistischen Dienstleistungen enorm wichtig.

Mit dieser Basis haben wir die Recherche gestartet. Dazu haben wir unser Netzwerk an persönlichen Kontakten genutzt und sind online auf die Suche nach geeigneten Lagerverwaltungssystemen gegangen. Relevant waren auch die Projektvalidierungen, die das Fraunhofer-Institut bzw. Warehouse Logistics zur Verfügung stellt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie umfangreich, bedeutsam und valide eine solche Zertifizierung ist. Das kennzeichnet sehr stark die Expertise und das Know-how das hinter einem Team wie common solutions und einem WMS wie storelogix steckt.

All das hat am Ende den Ausschlag für euer WMS gegeben. Jetzt sind wir froh, dass wir uns für storelogix entschieden haben und freuen uns auf tolle Projekte und zukünftige Kooperationen.

Redaktion: Wo sahen Sie denn ganz konkret Vorteile bei storelogix – auch im Vergleich zu anderen WMS-Anbietern. Was war anders? Was hat Sie von storelogix überzeugt?

Jan-André Pieper: Für uns und mit unseren Rahmenbedingungen ist storelogix das bestmögliche Warehouse Management System. Ohne großen Aufwand können wir jederzeit nahezu alle Systeme mit dem Schnittstellenmodul anbinden und sind so in der Lage, nahtlos die Systeme unserer Kunden zu integrieren und mit diesen rasch zu starten. Aber nicht nur innerhalb der Implementierung bieten sich Vorteile, sondern auch die Zusammenarbeit in den weiterführenden Prozessen überzeugt. Jeder unserer Kunden kommt mit seinen eigenen Anforderungen auf uns zu und die können wir ganz individuell mit storelogix im Warehousing lösen, ohne lange Vorlaufzeit.

Durch das Lizenzmodell können wir diese neuen Anforderungen direkt umsetzen und haben Leistungen inklusive. Diese Kostenkontrolle bietet eine zusätzliche Sicherheit für uns und schlussendlich auch für unsere Kunden.

Redaktion: Die Entscheidung und die Implementierung von storelogix fand ja in einem der ungewöhnlichsten Jahre überhaupt – während der Corona-Krise – statt. Wie lief das ab? storelogix ist ein remotes System. Haben sich dadurch Vorteile ergeben?

Jan-André Pieper: Die Corona-Krise war bzw. ist natürlich auch für uns neu und noch nie da gewesen. Aber sie hat einfach verdeutlicht, dass wir uns auf zukunftsfähige und digitale Systeme wie storelogix stützen müssen und auch können. Wir waren trotz Pandemie in der Lage, mit storelogix unser Lagerverwaltungssystem komplett umzustellen – ohne dass jemand von common solutions vor Ort sein musste. Klar ist, dass eine Implementierung mit Präsenz des Anbieters funktioniert. Das wussten wir natürlich. Aber jetzt wissen wir auch, dass eine so große Umstellung auch komplett remote machbar ist und damit eine Vielzahl an Aufwänden in Form von Personentagen und Reisen eingespart werden konnten.

Redaktion: Sie nutzen storelogix seit letztem Jahr. Können Sie heute schon sagen, dass sich die Einführung von storelogix für Sie gelohnt hat? Konnten bestimmte Abläufe optimiert werden?

Jan-André Pieper: Ja, definitiv. Durch das neue System konnten wir bestimmte Kunden einfach mal neu denken und neue Lösungen anbieten, die wir vorher nicht hatten. Denn die Flexibilität, die storelogix bietet, können wir auch an unseren Kundenstamm weitergeben. Ich nehme nochmal das Thema Schnittstellen als Beispiel. Unabhängig mit welchem System ein Unternehmen auf uns zukommt, wir können das schnell anbinden und die benötigten Daten austauschen. Selbst wenn das Shop-System oder ERP-System gewechselt wird, funktioniert diese Umstellung in storelogix erstaunlich gut.

Genauso flexibel sind wir auch beim Anlegen neuer Artikel oder Lagereinheiten, die bei uns ja allein durch die Ausrichtung unserer lagerlogistischen Dienstleistungen wie dem Fulfillment entstehen. Und das können wir mit storelogix noch einfacher und vollumfänglich anbieten. Wenn eine zusätzliche Anforderung benötigt wird oder ein Problem auftaucht, melden wir uns bei common solutions und bekommen eine direkte und pragmatische Lösung. Dabei reagiert der Helpdesk genauso schnell und effektiv wie der Customer Support oder die Geschäftsführung. Von Beginn an wurden wir maximal unterstützt und ziehen gemeinsam mit euch an einem Strang. Das System storelogix und die Abstimmungen sind sehr schlank und bieten die maximale Flexibilität, die wir benötigen. So können wir Prozesse nachhalten und schlussendlich am Ende auf ein neues Level heben. Und diese Verbesserungen in unserer Supply Chain haben sich nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden positiv ausgewirkt. Wir sind damit happy.

Redaktion: War denn direkt klar, welche Abläufe Sie in welcher Form umsetzen möchten oder haben Sie auch auf die Expertise und die Beratung unserer Logistikexperten, konkret auf unser Customer Process Management, zurückgegriffen?

Jan-André Pieper: Die Expertise bei euch ist wahnsinnig gut. Da lohnt es sich auf jeden Fall in den Austausch zu gehen. Das haben wir auch gemacht und wollen wir auch 2021 noch wesentlich mehr nutzen. Denn wir sehen das als partnerschaftlichen Austausch. Ihr kennt storelogix und seid die Experten für eure Software und wir kennen unsere Kunden und die entsprechenden Produkte und Dienstleistungen. Da möchten wir auch weiter in einen offenen Dialog gehen, um das bestmögliche Resultat zu erzielen. Denn am Ende ist ein Gruppenergebnis meist besser als ein Einzelergebnis.

Redaktion: Wie funktionieren die Abläufe in Ihrer Lagerverwaltung mit storelogix konkret? Welche Schritte müssen umgesetzt werden, wenn ein Neukunde aufgeschaltet wird oder neue Anforderungen umgesetzt werden müssen?

Jan-André Pieper: Da stehen wir eigentlich in direktem Kontakt mit euch. Wir geben euch die nötigen Informationen weiter und dann wird die Aufschaltung oder die neue Anforderung rasch umgesetzt. Die Abstimmung ist sehr zielführend, lösungsorientiert und auch bei komplexen Sachverhalten meist nicht ganz so dramatisch. Gegenüber unseren Kunden vertrete ich immer den Grundsatz: Logistik muss einfach geräuschlos mitlaufen. Und genau das klappt mit storelogix schon sehr gut.

Redaktion: Aktuell arbeiten Sie mit storelogix in Ihrem Lager in Isernhagen. Die Fläche umfasst 12.000 Quadratmeter plus 3.000 Quadratmeter an Außenfläche. Wie sehen die zukünftigen Entwicklungen aus?

Jan-André Pieper: Das aktuelle Wachstum unserer Kunden ist toll. Von daher haben wir auch weitere Lagerstandorte mit Bestandskunden und potenziellen Neukunden im Blick. Wir erweitern uns dieses Jahr beispielsweise in Q4 mit einem Neubau in Münster und sind froh, dass wir mit storelogix neben Isernhagen demnach auch weitere Standorte in Angriff nehmen können und auch werden.

Redaktion: Sie haben einen Ausblick in die Zukunft Ihres Unternehmens gegeben. Wie würden Sie eine Zukunftsaussicht ganz allgemein innerhalb des Warehousings skizzieren? Welche Rolle spielt hier Ihrer Meinung nach Digitalisierung?

Jan-André Pieper: Es wird ja sehr häufig über die Disruption von verschiedenen Branchen durch die Digitalisierung bzw. auch durch Software gesprochen. Dieses Thema hat übrigens u.a. Marc Andreessen bereits 2011 sehr anschaulich in seinem Essay „Why software is eating the world“ skizziert und aufgezeigt, was durch den Einsatz von Software in beispielsweise der Fotografie, Buch-, Musik- und auch Filmindustrie passieren kann und wird. Und heute wissen wir, er hatte recht. Große Anbieter wie Netflix oder Amazon haben genannte Branchen durch Software extremst verändert. Und solche Entwicklungen werden auch auf lange Sicht nicht vor der Logistik oder speziell dem Warehousing halt machen. Die Frage ist eher, in welchem Umfang passiert das.

Grundsätzlich sind bestimmte Tätigkeiten im Lager ja analog. Allerdings können diese Tätigkeiten über digitale Systeme und Tools stark weiterentwickelt werden. Diese Transistion von offline zu online können wir nutzen, um Prozessverbesserung ganz gezielt angehen zu können. Hier geht es immer um die Frage, wie können wir einen Prozess digital bestmöglich unterstützen. So ist es auch im Warehousing und mit storelogix. Wir unterstützen die analogen Tätigkeiten wie Wareneingang, Kommissionierung oder Inventur über die Software und die Daten, die wir dadurch erhalten. Bei neuen Erkenntnissen aus den gelieferten Daten oder Gegebenheiten können wir flexibel reagieren und die Anpassungen auch in der Software schnell abbilden. Dadurch können wir Prozesse nachhaltig auf ein neues Level heben.

Also zusammenfassend: Ja, die Digitalisierung wird auch im Warehousing eine noch größere Rolle spielen. Und wir stellen uns hier natürlich die Frage, mit wem entwickeln wir uns weiter und wer kann uns eine sehr gute Universallösung für unsere Herausforderungen anbieten.