Richtig abgebogen, Traumjob gefunden, Karriere hingelegt

Richtig abgebogen, Traumjob gefunden, Karriere hingelegt

Wir stellen unsere Leiterin der Softwareentwicklung vor:

Die Debatte über die immer noch geringe Frauenquote in Führungspositionen hält weiter an. Obwohl in diesem Bereich schon viel getan wird, sind Männer meistens noch die „Macher“. Speziell in der IT-Branche gibt es wenig Frauen, die in den oberen Etagen mitmischen. Bei uns ist das anders.

Beatrix Pörschke ist seit über acht Jahren die Leiterin unserer Softwareentwicklung. Darüber hinaus war und ist die sympathische Frau aus Reken im Münsterland auch maßgeblich an der Entwicklung von storelogix beteiligt. Für diese Newsletter-Ausgabe hat sie uns ein paar Fragen beantwortet und uns tiefe Einblicke in unser komplexes Premiumprodukt gegeben.

Redaktion: Was ist das Besondere an der Programmierung von storelogix und generell an deinem Job?

Bea Pörschke: Ich brauche für meine Arbeit bei common solutions nicht nur tiefgreifende Programmierkenntnisse, sondern auch ein fundiertes logistisches Wissen. Zudem muss ich gut abstrahieren können, denn ich beschäftige mich beispielsweise täglich mit der Frage: Welche komplexen Kommissionier-Strategien können wie programmiert und in storelogix abgebildet werden? Man kann sich vorstellen, wie ausgeklügelt unser Datenbankdesign aufgebaut ist. Bei jedem Programmierschritt müssen wir schon jetzt im Blick haben, dass storelogix auch die zukünftigen Anforderungen unserer Kunden innerhalb kürzester Zeit bedienen kann. Die Datenbankstruktur, die hinter unserem Produkt liegt, ist schon extrem smart, wenn man das so sagen darf … Und ich habe das alles mitentwickelt, darauf bin ich wirklich ein bisschen stolz.

Über zehn Jahre haben wir an unserem Produkt getüftelt und es ständig weiterentwickelt. Nun können wir auf einen sehr großen „Fundus“ aus verschiedenen Best-Practice-Prozessen zurückgreifen. Diese passen wir dann an oder wandeln sie um, damit unsere Kunden schnell das entsprechende Feature für ihre Prozesse im Lager nutzen können.

Redaktion: Du bist als IT- und Logistikexpertin bei common solutions eine wichtige Ansprechpartnerin für Kunden. Mit welchen Fragestellungen und Themen bist du da konfrontiert?

Bea Pörschke: Bei Neukunden geht es zunächst darum, abzuklären, welche konkreten logistischen Herausforderungen es gibt. Die Lagerabläufe sind schließlich je nach Branche, Unternehmenskonzept oder Produkt immer völlig anders. Wir erarbeiten dann eine prozessorientierte, individuelle Lösung für den Kunden und konfigurieren storelogix entsprechend. Bei Partnern, die unser WMS schon jahrelang nutzen, sind oftmals eher Ablaufänderungen oder sonstige Anpassungen gefragt. Dabei setze ich stets auf eine gute Beratung und eine schnelle Realisierung. Generell ist bei allen Tätigkeiten die lange Berufserfahrung ebenso von Vorteil wie die Fähigkeit, logistische Fragestellungen auf Prozesse herunterbrechen zu können. Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis sind aber natürlich auch extrem wichtig, um gut mit Kunden ins Gespräch zu kommen. Meist sitze ich ja dann mit meinen Kollegen und den IT- und Logistikleitern der Unternehmen, für die wir arbeiten, an einem Tisch – oft als einzige Frau.

Redaktion:Ist das nicht komisch?

Bea Pörschke: Eigentlich habe ich in den vielen Gesprächen mit verschiedensten Geschäftspartnern immer nur positive Erfahrungen gemacht. Am Anfang spürte man vielleicht noch ein wenig Distanz, aber spätestens beim ersten Fachgespräch war die verflogen. Unsere Kunden wissen, dass sie ihre Logistik ruhig in unsere Hände legen können. Da ist es völlig egal, ob ich eine Frau bin – wenn es nicht sogar ein Vorteil ist.

Redaktion:Deine Abteilung besteht ja überwiegend aus Männern. Wie ist das?

Bea Pörschke: Es gehört zu meinem Job, die Stärken meiner Kollegen zu kennen und zu fördern. Ruft etwa Logistikdienstleister XY an, der eine neue Abwicklung für seinen Getränkelieferanten benötigt oder geht es um die Lieferscheinerstellung im Möbelbereich? Ich bin diejenige, die wissen muss, wer welche Aufgabe am besten lösen kann und ob dafür gerade Kapazitäten frei sind. Dabei spielt das Geschlecht überhaupt keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass die meisten Kollegen auch schon jahrelang im Unternehmen sind und storelogix in- und auswendig kennen. Das schweißt uns als Team natürlich enorm zusammen.

Redaktion: Was gehört noch alles zu deinem Job?

Bea Pörschke:Die ganzen Strukturen und Abläufe hinter dem Produkt zu kennen, erfordert schon ein umfangreiches Wissen. Umso mehr Spaß macht es, dieses Know-how an unsere Auszubildenden weiterzugeben. Ich bin inzwischen in meinem Bereich für zwei junge Menschen zuständig – darunter ist übrigens auch eine Frau, was mich persönlich sehr freut.

Redaktion: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, Bea.